Leiden ist leichter als lösen - weil es aber nicht wegzuzaubern ist, könnte man aktiv etwas tun ...



Eine meiner ersten Erfahrungen mit Weiterbildung hat eine einschneidende Erkenntnis mit sich gebracht. Bert Hellinger sagte: Leiden ist leichter als lösen. Und meinte damit, dass es Menschen gibt, die leiden, aber nicht bereit sind, etwas dagegen zu tun. Also lieber im Leiden zu verharren, anstatt, das als wohl unbequem interpretierte zu tun, nämlich, sich eigenverantwortlich auf die Suche zu machen und es dann zu lösen. Coaching und Therapie bieten da Möglichkeiten herauszufinden, warum wir Dinge erleben. Aber anstatt einen kleinen Moment von Traurigkeit, Angst, Wut oder ähnlichem auszuhalten und da durchzugehen, leiden sie lieber ein Leben lang weiter vor sich hin. Und ja, manchmal ist es nicht schön, sich mit der eigenen Vergangenheit und unliebsamen Erfahrungen zu beschäftigen. Vermeintlich ist es einfacher sie wegzudrücken, als sie anzusehen. Nur das Leben ist ja eben genau darauf ausgerichtet, dass wir uns weiterentwickeln. Ganz nach dem Orakel von Delphi, welches sagt: Erkenne Dich selbst. Und solange wir unsere Themen nicht lösen und uns weiterentwickeln, solange bringt uns das Leben immer wieder die gleichen Erfahrungen, bis wir sie gelöst oder eben gelernt haben.

Im Laufe meiner Ausbildungen habe ich immer wieder Menschen erlebt, denen ich von meinen begeisterten Ausbildungs-Erfahrungen berichtete und die sagten, nee, lass mal gut sein, das ist nichts für mich. Auch Klienten, die mit dem Anliegen kamen, dass sie ihre Partnerschaft unbedingt retten wollten, aber nach ein paar Sitzungen entschieden, dass es zwar gut ist, was ich mit ihnen mache, sie aber jetzt erst einmal um ihre körperlichen Befindlichkeiten kümmern würden. Aus meiner Erfahrung, würden sich aber die körperlichen Befindlichkeiten gar nicht erst einstellen müssen, würden wir uns um unsere seelischen Belange besser kümmern. Meist sind die Erkrankungen mit einem sekundär Gewinn kombiniert, der offensichtlich, durch eben die Erkrankungen erst einen Sinn hat. Eine Klientin z.B. hatte massive Knieprobleme und konnte deshalb nicht mehr Skifahren oder in die Berge gehen. Und ja, die Schmerzen waren da. Aber als ich nachfragte, erzählte sie, dass ihr Partner so gerne mit ihr in die Berge fahre, sie aber sich seinen Anforderungen an Schnelligkeit oder extreme Höhe nicht anpassen konnte. Da sie ihm dies aber nicht klarmachen konnte, wählte sie unbewusst lieber den Weg in die Krankheit, da konnte er ja nichts mehr sagen. Die Frage, die sich nun aber jeder stellen könnte, ist, warum kann sie denn nicht einfach sagen, ich habe Angst oder mag nicht in die Berge, und wenn, nur langsam und gemütlich. Dies wiederum können wir nur erkennen, wenn wir uns anschauen, welche tief verankerten Überzeugungen hier am Werk sind.

Die Macht unseres Unterbewusstseins wird meist unterschätzt. Diese Glaubenssätze oder innersten tiefen Überzeugungen sind die Wahrnehmungsbrille eines jeden Menschen. Sie entstehen in der Kindheit und auch später, aber das psychische Programm läuft in jedem Erwachsenen ab, der nicht nachforscht, wie er auf eben jene Aspekte kommt. Meist stellen sie für ihn eine absolute Wahrheit dar, auf die er vermeintlich gar keinen Einfluss hat. Sie haben aber einen erheblichen Einfluss auf sein Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln. Bereits Dr. Joseph Murphy wusste um die Macht des Unterbewusstseins und beschreibt mit präziser Klarheit, was heute erst so langsam in das Bewusstsein der Menschheit sickert.

Daher komme ich nicht umhin meine Leser und Klienten darauf aufmerksam zu machen, was sie meist nicht hören wollen. Unsere Glaubenssätze, tiefen verankerten Überzeugungen, haben so einen immensen Einfluss auf unsere Ergebnisse, dass es eigentlich schon fahrlässig ist, sich nicht über dieses Steuerungssystem im inneren klar zu werden, es zu erforschen und bei Bedarf zu ändern.

Meine Arbeit zielt genau darauf ab, herauszufinden, was diese innersten Überzeugungen sind und diese zu transformieren. Mehr, aber auch auf gar keinen Fall weniger ist das ganze Zauberwerk. Und ich empfehle auch aus eigener Erfahrung jedem Interessierten, schau Dir Deine innersten Überzeugungen an und wie sie entstanden sind und prüfe, ob sie für das Erreichen Deiner heutigen Ziele noch funktionieren. Wenn nicht, ändere sie. Wenn es nicht allein klappt, dafür gibt es Coache.



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