Von weiblicher Hingabe und männlicher Potenz Teil 2



Kommen wir mal auf den Punkt. Was heißt Hingabe? Etwas mit Überzeugung, mit vollem bzw. rückhaltlosem Einsatz und großer Begeisterung tun, um das zu erreichen, was wir uns wünschen. Soweit so gut.

Und was ist eigentlich weiblich? Haha, Wikipedia sagt, .. Weiblichkeit umfasst kulturell und gesellschaftlich der Frau zugeordnete Eigenschaften. Ah, ja, ok, aber welche? Ich finde unter Männlichkeit dann interessanterweise in Abgrenzung zum Männlichen auch die weiblichen Attribute, interessant. Wir haben uns von der Weiblichkeit so weit entfernt, dass es uns schon schwerfällt es genau zu beschreiben. Und wenn wir es dann tun, sagen wir gern im Nachsatz: Ja, aber wir können auch alles genauso gut wie Männer. Die Gleichberechtigung sollte uns auch gleich machen und wir nahmen an, auf Ebene der Männer gleich. Das hat nur einen Nachteil, wir gaben unsere weiblichen Attribute dafür zum großen Teil auf. Die Welt wird immer männlicher, nicht nur indem bei Wiki zu Weiblichkeit keine Beschreibungen zu finden sind, sondern weil wir Frauen immer männlicher auftreten wollen. Weiblichkeit hat im Berufsleben bisher keinen Platz und so haben wir das in unserem Leben einfach mal rausgelassen. Oft habe ich in meinem angestellten Berufsleben von Männern gehört, wenn ich Intuition oder Gefühl mit eingebracht habe: Jetzt seinen sie mal nicht so emotional. Ergo, lies ich es weg. Leider werten wir Frauen es selber vor allem als nicht so gleichwertig. Sogar einige Abgrenzungen zum Männlichen sind bei Wikipedia tendenziös eher negativ belegt (listig, irrational, wankelmütig). Es ging aber bei der Gleichberechtigung nicht um gleichmachen, sondern darum beide Parts als gleichwertig in ihrer Unterschiedlichkeit zu betrachten und zwar in dem, was jeder einzubringen hat.

Aber, was also ist weiblich? Intuitiv, schöpferisch, kreativ, instinkthaft, körperlich-sinnlich, empfangend, verbindend, kommunikativ und auch machtvoll. Machtvoll nämlich genau dann, wenn wir diese Attribute bewusst und für den anderen einsetzen und leben.

In Partnerschaft heißt dies: Gemeinsam mit dem Partner eine Lebensvision zu erstellen, wo man gemeinsam hin will. Was will er, was will sie? Und dann einigen und gemeinsam alles aus den Stärken der eigenen Geschlechterrolle zu machen, was dafür nötig ist, um diese Vision zum Leben zu erwecken.

Der weibliche Part ist dabei den Rahmen vorzugeben, eine Absicht, für die gemeinsame Partnerschaft. Und die eigene soziale kommunikative Stärke einzusetzen, klar zu sagen, was er machen soll.

Nicht drum herum reden, so wie beim Müll. Könntest Du eventuell, wenn Du gehst, an den Müll denken? Das heißt in Männerohren nicht, nimm den Müll bitte mit wenn Du gehst. Auch wenn jede Frau genau wüsste, was wir meinen. Nein, darin steckt für einen Mann nur die Bitte, an den Müll zu denken, wenn er geht. Das tut er auch, impliziert aber nicht, dass er ihn mit raus nimmt. So, und jetzt wäre es gut nicht in die Bewertung des Nichthörens einzusteigen, weil er es nicht kann. Er könnte es, wenn wir es männlich verpacken. Klar, deutlich, schnörkellos auf den Punkt gebracht. Schatz, bitte nimm den Müll mit. Dann weiß er, was Du willst und macht es gerne. Frag ihn mal, und Du wirst erstaunt über die Antwort sein. Und solltest Du ein Mann sein, der das hier liest, sag ihr mal, was der Codesatz ist, denn sie weiß es nicht. Und auch hier, geh nicht in die Bewertung darüber, denn sie weiß es auch nicht.

Aufträge geben, denn liebe Frauen, die Männer erfüllen es uns liebend gern. Wirklich. Sie wollen unser potenter Held sein. Aber nicht, wenn wir ihnen ihre Rolle abnehmen, weil wir es genauso gut können oder es schon allein hinbekommen. Sie sind genau dafür ausgerüstet, der Frau im Leben das zu geben, was sie sich wünscht. Liebe Frauen, sprecht mit Euren Männern und fragt sie genau das? Ihr werdet, wie gesagt, erstaunt sein. Der Nachteil ist nur, wenn Du über ihn denkst, er ist ein Depp, weil er nicht ahnt was Du meinst, dann erfüllt er Dir das, .. krass .., aus Liebe zu Dir, auch. Es sei denn, er ist sicher zu Hause in seiner männlichen Rolle. Aber dann, wird Dir seine Antwort nicht gefallen und Du wirst Dich in dem, was Du dachtest, bestätigt sehen.

Und zum Schluss noch eins, weißt Du, was er sich von Dir wünscht? Dass Du ihn als Held siehst und ihm die Nähe gibst, die er sich von Dir wünscht.

Ich wünsche mir Frauen und Männer, die es lieben sich zu ergänzen und ihre natürlichen Rollenattribute wertungsfrei einsetzen, um die Wünsche des anderen gerne zu erfüllen. Wenn ich die natürliche Rolle lebe, dann geht es leicht. Wenn ich versuche die des anderen anzunehmen, wird es schwer.

Im nächsten Teil der Kolumne geht es dann um den männlichen Part.

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